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Kulkwitzer See
Eines der schönsten Tauchgewässer im Osten Deutschlands – das ist der Kulkwitzsee direkt an der Leipziger Stadtgrenze liegend! Daher wundert es Dich sicher nicht, dass dieser See an sonnigen Sommerwochenenden von vielen Tauchern, Badegästen und anderen Wassersportlern besucht wird.
Für Dich als Taucher bedeutet dies, einfach etwas vorsichtig zu sein, weil Du oft mit Booten oder Surfern an der Wasseroberfläche zu tun haben kannst. Angler gehören ebenfalls zu den Nutzern dieses Binnengewässers, die Gerüchten nach schon etliche Taucher "auf die Rolle genommen" haben. Schau Dir daher ruhig das Ufer genauer an, um diese Zeitgenossen auszumachen.
Der Tauchplatz
Der Kulki, wie der Kulkwitzer See gern genannt wird, erreicht eine Maximaltiefe von ca. 34m. Ursprünglich war er ein ca. 150 ha großer Braunkohletagebau. Dieses Tauchgewässer eignet sich gut für alle Ausbildungsstufen und ist besonders in etwa 10m Tiefen schön zu betauchen. Du findest üppigen Pflanzenbewuchs und viel Fisch. In den ausgedehnten Characeenwiesen (Armleuchteralgen) tummeln sich gern z.B. Barsche, Hechte und teilweise "wasserschweingroße" Spiegelkarpfen. Mit etwas Glück kannst Du sogar einem Wels von respektablem Ausmaß begegnen. Wie es sich für einen anständigen ehemaligen Tagebau gehört, siehst Du stellenweise noch Tagebaureste, wie z.B. Loren. Gespenstisch wirken die Baumreste, die heute als "Unterwasserwälder" den See an mehreren Stellen bedecken. Der Kulki macht Deinen Tauchgang garantiert zu einem echten Erlebnis!
Als Taucher musst Du beachten, dass es nur 3 genehmigte Einstiegsstellen gibt. Der Tauchbetrieb im See wird von 2 Tauchbasen organisiert. Die Tauchbasis Florian hat ihren Sitz am Südende des Kulkwitzer Sees und die Tauchbasis Delphin betreut die Einstiegsstelle am Hauptstrand und eine weitere auf dem Campingplatz. Diese beiden liegen am östlichen Seeufer. Wenn Du im Kulki tauchen möchtest, rufst Du am besten vorher eine der beiden Tauchbasen an. Die Anzahl der Taucher, vor allem im Sommer, kann nämlich limitiert werden. Eine telefonische Voranmeldung ist jedoch nicht Pflicht. In aller Regel reicht es aus, wenn Du Dich erst vor Ort bei der jeweiligen Tauchbasis anmeldest. Tauchgebühren werden übrigens von keiner der beiden Tauchbasen erhoben! Nimmst Du an einer Ausfahrt mit Deiner Tauchzentrale teil, werden diese Voranmeldungen natürlich vorab erledigt und Du brauchst Dich um nichts zu kümmern.
Einstieg Südufer:
Auch wenn es hier weder ein Wrack, noch ein Kleinflugzeug wie an den anderen beiden Einstiegsstellen zu entdecken gibt, lohnt sich ein Tauchgang auch an dieser Stelle allemal. Besonders dann, wenn man auch die natürliche Schönheit des Sees zu schätzen weiß. Hervorzuheben bei dieser Einstiegsstelle ist der große Parkplatz, welcher auch für den großen Wochenendansturm gerüstet ist. Hier findest Du eigentlich immer einen Platz. Angenehm ist auch der vergleichsweise kurze Weg zum Einstieg, der problemlos auch in voller Montur zurückgelegt werden kann. Zu Ausbildungszwecken ist eine Plattform im See installiert.
Einstieg Ostseite:
Eine sehr schöne Einstiegsstelle, am Wochenende sind die Parkplätze jedoch schnell belegt. Frühes Aufstehen ist also nicht nur wegen der dann besseren Sicht sinnvoll. Der Weg vom Parkplatz zur Tauchbasis, welche direkt am Einstiegspunkt liegt, muss zu Fuß zurückgelegt werden. Voll angerödelt ist das im Sommer keine Freude. Besser man hat einen Rollenrucksack oder eine Sackkarre dabei und zieht sich dann an der Basis um. Neben dem besonders schönen Bewuchs an dieser Einstiegsstelle ist sicherlich auch das dort versenkte Kleinflugzeug, eine 6m lange Piper, hervorzuheben. Es liegt in 18m Tauchtiefe Richtung 300° von der Tauchbasis aus. Übrig ist aber nur noch der Rumpf, ohne Propeller und Flügel.
Einstieg II Ostseite:
Diese Einstiegsstelle ist besonders für einen Kurzurlaub bzw. Wochenendtrip zu empfehlen, denn sie liegt auf dem Gelände eines Campingplatzes. Man schlägt sein Zelt auf oder bezieht einen der angebotenen Bungalows und hat dann recht kurze Wege zum Einstieg. Die Tauchbasis Delphin hat eine Zweigstelle vor Ort eingerichtet, so dass auch die Flaschen wieder aufgetankt werden können. Natürlich können auch Tagesgäste diese Einstiegsstelle nutzen. Dies ist jedoch etwas umständlicher, da in aller Regel nur Gäste des Campingplatzes das Gelände mit dem Auto befahren dürfen. Man muss also das Auto draussen stehen lassen und das Gerödel eine nicht unerhebliche Strecke zum Einstieg schleppen. Eigentlich ist aber auch das halb so wild, insbesondere dann, wenn man sich dazu den Handwagen von der Tauchbasis ausleiht. Das taucherische Highlight dieser Einstiegsstelle ist sicher das Wrack einer Motorbarkasse aus Stahl. Diese ist etwa 14m lang und wurde, von Lack und Öl befreit rechts vom Einstieg auf etwa 23m Tiefe versenkt. Das Wrack weist noch Reeling und Deckseinrichtung, Positionslampen, Steuerhaus, Oberlicht und viele schöne Details auf. Im Steuerhaus wurde sogar die Nachbildung eines Steuerrades befestigt. Das Wrack ist recht einfach zu finden: Von der 2. rechten Bojentonne, die den Einstiegsbereich der Taucher markieren, startet man in Richtung 330 Grad und sollte sich nach wenigen Minuten mit der Nase am Wrack stoßen. Hat man es verfehlt, muss man eben die 23m Tiefenlinie nach links und rechts absuchen. Da der Untergrund in dieser Tiefe schon sehr schlammig ist und sich leicht aufwirbeln lässt, verschlechtert sich die Sicht am Wrack im Laufe des Tages zusehends.
Ausfahrt zum Kulkwitzer See mit Petra & Olaf
Für Deine Anmeldung buche Dich in u.a. Tabelle ein, oder schreibe Dich direkt bei uns in der Tauchschule bzw. bei Petra & Olaf ein. Wir wünschen Dir viel Spaß!
Teilnehmeranzahl: mind 6 bis max 20 Taucher/innen
Treffpunkt: Tauschule Tauchzentrale 8.00 Uhr
Erwirbst Du vor der Ausfahrt unsere beliebte Tauchzentrale ActivCard, erhältst Du sofort 10% Ermäßigung auf diese Tauchausfahrt und viele Vorteile mehr für Dein Mitgliedsjahr!
  
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